Und endlich ist dieser Tag vorbei. Heute haben wir in Zürich Seebach unsere theoretische Prüfung abgelegt.
Begonnen hat das ganze Spektakel um 09:00 Uhr. Wir Schüler und ein Examinator trafen uns bei einem Tennisplatz. Unser Prüfungsraum war in einem Hinterzimmer eines Tennis-Clubhauses. Eigentlich perfekt, nichts war da um abzulenken. Es gab sogar wunderschönen Fluglärm! Den mag ich wirklich.
Wir starteten mit dem Fach 020 Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis. Ein recht einfacher Einstieg, 20min und 20 Fragen. Diesen Teil haben alle bestanden. Dann kam 010 Luftrecht. Dank dem Gesetzbuch war auch dies zu ertragen, auch 20min mit 20 Fragen. Dann machten wir noch das Fach 080 Aerostatik, auch hier 20min und 20 Fragen. Dieser Teil war noch zu ertragen und wir machten einmal eine Pause. Alle hatten eigentlich noch ein recht gutes Gefühl und wir begannen mit dem schlimmsten Teil der Prüfung. Fach 030 Flugplanung und Flugleistung. 60min und 18 Fragen, das war wirklich hart, bei diesem Fach kommt einfach alles zusammen. Nach dieser Prüfung waren sich einige nicht mehr so sicher dass sie auch alle bestehen würden. Zum Abschluss des Morgens gabs noch ein Slow-Down mit 070 Betriebsverfahren. 20min und 20 Fragen.
Zu Mittag gabs für alle ein Sandwich doch alle wollten so schnell wie möglich weitermachen, mit den letzten drei Fächern.
Wir begannen mit 040 Menschliches Leistungsvermögen. Das letzte mal 20min und 20 Fragen. Dann 050 Flugmeteorologie, 30min und 30 Fragen. Zum Schluss 060 Navigation, 30 min und 19 Fragen.
Nachher mussten wir draussen alle warten bis unser Examinator alle Prüfungen korrigiert hatte. Es kam uns wie Stunden vor. Es wurde immer wieder über Fragen diskutiert und es flogen immer mehr Fehler auf. Praktisch niemand rechnete noch damit zu bestehen.
Endlich wurden wir reingebeten und es wurde verkündet, fünf hätten bestanden und drei müssten im September noch einmal gehen um ein oder zwei Fächer nachzuholen.
Mein Resultat:
010 Luftrecht: 95% PASSED
020 Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis: 95% PASSED
030 Flugleistung und Flugplanung: 76% PASSED
040 Menschliches Leistungsvermögen: 95% PASSED
050 Flugmeteorologie: 85% PASSED
060 Navigation: 90% PASSED
070 Betriebsverfahren: 90% PASSED
080 Aerostatik: 95% PASSED
Somit bin ich einer der fünf die bestanden haben. Genauso wie die beiden Töchter meines Fahrlehrers. Endlich geschafft! Jetzt geht es ans praktische Üben. Demontiert die Wäscheleinen und nehmt die Kinder rein, der Nacht fährt Ballon!
An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal bedanken bei unseren Theorielehrern, die ihre Sache recht gut gemacht haben, bei meinem Fahrlehrer und Supporter, der sich stets darum gekümmert hat ob wir den Stoff auch können und allfällige Fragen kompetent beantwortet hat, bei meiner Familie, die viel auf mich verzichten muss (darf? ;)), bei der Schwester meiner Freundin die uns oft bei ihr beherbergt hat und mit meiner Freundin zusammen mit mir gelernt hat.
Samstag, 13. Juni 2009
Sonntag, 31. Mai 2009
Testprüfung
Diesen Sonntag haben wir in der Lerngruppe eine Testprüfung gemacht. Das heisst, gleiche Bedingung wie an der richtigen Prüfung.
Ich erzielte dabei folgendes Ergebnis:
010 Luftrecht: 75% PASSED
020 Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis: 74% FAILED
030 Flugleistung und Flugplanung: 56% FAILED
040 Menschliches Leistungsvermögen: 75% PASSED
050 Flugmeteorologie: 84% PASSED
060 Allgemeine Navigation: 82% PASSED
070 Betriebsverfahren: 90% PASSED
080 Aerostatik: 82% PASSED
Nun, 75% ist die Grenze um zu bestehen. Im Fach 020 kann man sich streiten, nach Lehrmittel hätte ich einen Punkt mehr und darum bestanden. Ist so eine Sache. Was im Fach 030 falsch gelaufen ist, kann ich mir nicht erklären. Beim zweiten durchschauen wurden mir eigentlich alle Fragen klar. Ich hoffe so etwas passiert mir bei der echten Prüfung nicht.
Auch muss man hier wieder einen Nachteil "bemängeln", denn nicht alle Testprüfungen kamen als Code X vom BAZL, sondern wurden von den Lehrern geschrieben. Und für sie ist es natürlich nicht immer ganz einfach dabei den Stil des BAZLs zu spüren, wir als Trainees bekommen den Unterschied aber zu spüren, weil wir uns auf ein anderes "Denksystem" einstellen müssen.
Ich habe heute nocheinmal dort gelernt wo ich am meisten Schwierigkeiten hatte und würde die Prüfung am liebsten Morgen machen, momentan fühle ich mich fit dazu.
Die anderen in der Lerngruppe schlossen diese Testprüfung ähnlich ab.
Ich erzielte dabei folgendes Ergebnis:
010 Luftrecht: 75% PASSED
020 Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis: 74% FAILED
030 Flugleistung und Flugplanung: 56% FAILED
040 Menschliches Leistungsvermögen: 75% PASSED
050 Flugmeteorologie: 84% PASSED
060 Allgemeine Navigation: 82% PASSED
070 Betriebsverfahren: 90% PASSED
080 Aerostatik: 82% PASSED
Nun, 75% ist die Grenze um zu bestehen. Im Fach 020 kann man sich streiten, nach Lehrmittel hätte ich einen Punkt mehr und darum bestanden. Ist so eine Sache. Was im Fach 030 falsch gelaufen ist, kann ich mir nicht erklären. Beim zweiten durchschauen wurden mir eigentlich alle Fragen klar. Ich hoffe so etwas passiert mir bei der echten Prüfung nicht.
Auch muss man hier wieder einen Nachteil "bemängeln", denn nicht alle Testprüfungen kamen als Code X vom BAZL, sondern wurden von den Lehrern geschrieben. Und für sie ist es natürlich nicht immer ganz einfach dabei den Stil des BAZLs zu spüren, wir als Trainees bekommen den Unterschied aber zu spüren, weil wir uns auf ein anderes "Denksystem" einstellen müssen.
Ich habe heute nocheinmal dort gelernt wo ich am meisten Schwierigkeiten hatte und würde die Prüfung am liebsten Morgen machen, momentan fühle ich mich fit dazu.
Die anderen in der Lerngruppe schlossen diese Testprüfung ähnlich ab.
Dienstag, 19. Mai 2009
Lernfahrausweis II
Theorie 16.5.2009
So und schon ist der letzte Theorietag vorbei. Dieser war bei Benjamin Senn und wir hatten einen ganzen Tag nur das Fach 30, Flugleistung und Flugplanung.
Dies ist dieses Fach, vor dem unsere Lehrer uns Angst gemacht haben. Da kommt alles zusammen und ihr müsst alles können! Doch so schwer war das gar nicht.
In diesem Fach macht man Berechnungen wie hoch kann man unter den gegebenen Umständen kommen, wie viele Passagiere kann man mitnehmen, welche Lufträume durchkreuzt man und so weiter. Wir haben eigentlich den ganzen Tag nur geübt. Es war ein gemütlicher Abschluss.
Dies ist dieses Fach, vor dem unsere Lehrer uns Angst gemacht haben. Da kommt alles zusammen und ihr müsst alles können! Doch so schwer war das gar nicht.
In diesem Fach macht man Berechnungen wie hoch kann man unter den gegebenen Umständen kommen, wie viele Passagiere kann man mitnehmen, welche Lufträume durchkreuzt man und so weiter. Wir haben eigentlich den ganzen Tag nur geübt. Es war ein gemütlicher Abschluss.
Mittwoch, 13. Mai 2009
Fahrt 10.5.2009 Bad Ragaz - Grabs
Eigentlich sollte am 9.5.09 am Abend die gemeinsame Muttertagsfahrt stattfinden. Doch es war wie immer; der Organisator drückte es folgendermassen aus: "Die Muttertagsfahrt des Ballonclubs Bachtel ist der einzige Ballonevent in der Schweiz bei dem man nicht Ballonfahren muss." Denn es ist "immer" schlecht Wetter. Es war bekannt, dass ein Gewitter naht, genauso wie alle wussten, dass hinter dem Gewitter wunderbares Wetter herrscht. Unbekannt war die genaue Startzeit des Gewitters, sowie die Intensität und die Dauer. So entschied man sich für das Ersatzprogramm. Einige mögen sich vielleicht noch erinnern, es nahte das Gewitter bei dem ein Schiff im Bodensee kenterte. Das Gewitter hätte zu lange gedauert und die Entscheidung war richtig.
Allerdings wollten wir uns eine Ballonfahrt nicht nehmen lassen und so sind wir am nächsten Morgen in die Luft. Eine witzige Truppe war im Korb. Ein Pilot und drei die es werden wollen. Zum Glück hatten wir eine Nachfahrerin, vielen Dank an dieser Stelle dass sie trotz dem Muttertag um 05:00 Uhr aufstand für uns.
Auf jeden Fall weiss ich jetzt, dass ich mit meinen 62kg am Top zu leicht bin. Die Folgen sind nicht weiter schlimm, ein kleiner schwarzer Fleck auf dem Scoop (Stoffteil zwischen Hülle und Korb, schützt die Flamme vor Turbulenzen).
Als wir dann in der Luft waren ging es zuerst in Richtung Gonzen und lange war unklar ob es uns nach rechts Richtung St. Galler Rheintal oder doch nach links ins Seeztal tragen würde. Die Winde entschieden sich für das Rheintal.
Während dem Abstieg kam allerdings kurz Nervosität auf; wir kamen in eine Schicht die uns auf 45km/h beschleunigte, was in Bodennähe und zum Landen natürlich extrem unpraktisch ist. Glücklicherweise bremsten wir auf gemütliche 5 - 10km/h ab und der Fahrschülerin gelang eine passable Landung auf einer Wiese.
Zum Glück war unser Chef gnädig mit uns und das de-briefing war recht schmerzlos.
Bilder gibt es unter www.balloon.ch.vu/09_05_10
Allerdings wollten wir uns eine Ballonfahrt nicht nehmen lassen und so sind wir am nächsten Morgen in die Luft. Eine witzige Truppe war im Korb. Ein Pilot und drei die es werden wollen. Zum Glück hatten wir eine Nachfahrerin, vielen Dank an dieser Stelle dass sie trotz dem Muttertag um 05:00 Uhr aufstand für uns.
Auf jeden Fall weiss ich jetzt, dass ich mit meinen 62kg am Top zu leicht bin. Die Folgen sind nicht weiter schlimm, ein kleiner schwarzer Fleck auf dem Scoop (Stoffteil zwischen Hülle und Korb, schützt die Flamme vor Turbulenzen).
Als wir dann in der Luft waren ging es zuerst in Richtung Gonzen und lange war unklar ob es uns nach rechts Richtung St. Galler Rheintal oder doch nach links ins Seeztal tragen würde. Die Winde entschieden sich für das Rheintal.
Während dem Abstieg kam allerdings kurz Nervosität auf; wir kamen in eine Schicht die uns auf 45km/h beschleunigte, was in Bodennähe und zum Landen natürlich extrem unpraktisch ist. Glücklicherweise bremsten wir auf gemütliche 5 - 10km/h ab und der Fahrschülerin gelang eine passable Landung auf einer Wiese.
Zum Glück war unser Chef gnädig mit uns und das de-briefing war recht schmerzlos.
Bilder gibt es unter www.balloon.ch.vu/09_05_10
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