Samstag, 13. Dezember 2008

Heissluftballon Spiel

Ein Heissluftballon ist träge. Wahrscheinlich kann sich das niemand, der es nicht selbst erlebt hat, vorstellen. Ich habe also nach einem Weg gesucht, damit ihr eine Vorstellung bekommt, was es bedeutet, mit Trägheit umzugehen. Ich bin dabei auf dieses Flash-Game gestossen. Damit das Spiel funktioniert muss der Flash-Player installiert sein.

Heizen könnt ihr indem ihr auf den Brenner, oberhalb des Korbes klickt, und heisse Luft rauslassen in dem ihr auf das Top, das oberste Ende der Hülle klickt.
Ziel des Spiels ist es, zuerst einen Marker möglichst genau bei einem Ziel zu platzieren und dann beim Startplatz wieder zu landen. Das Ziel für den Marker ist ein gelbes Fähnchen und befindet sich in der Richtung, in die der rote Pfeil zeigt. Anfangs könnt ihr, wenn ihr noch am Boden seid auf "test balloon" klicken. Dann erscheint ein kleiner weisser Ballon, welcher aufsteigt und euch schön anzeigt, in welche Richtung der Wind in den verschiedenen Höhen bläst. Sobald sich euer Ballon über dem gelben Fähnchen befindet, "drop marker" klicken und der Marker wird abgesetzt.
Wenn ihr wieder zwischen den roten Fähnchen gelandet seid, auf "end task" klicken. Dann wird ganz kurz die gesamte Abweichung angezeigt, allerdings nur sehr kurz, scheint ein Bug oder so zu sein. Mein Rekord liegt bei 1.62 Metern. Wer schafft weniger?

Ihr werdet merken, dass es wirklich sehr schwierig ist. Natürlich ist es nicht das Selbe wie einen echten Ballon zu fahren, es geht mir nur darum dass ihr ein Gefühl dafür bekommt, was es bedeutet, mit Trägheit umgehen zu müssen.

Apropos, das Spiel scheint ja recht unrealistisch zu sein, man kann da ja einfach wieder zurück an den Startplatz?! Nunja, so unrealistisch ist das gar nicht. Es gibt Fälle, da bläst der Wind in den höheren Lagen in die entgegengesetzte Richtung. Das nennt man dann den "Albuquerque box effect". Wer des Englischen mächtig ist (es ist nicht soo schwer zu verstehen) sieht hier auf youtube eine Erklärung zur "Albuquerque Box" an der Balloon Fiesta.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Ballonunfall vom 8. Dezember 2008 bei Berneck

Ja, liebe Leser,
leider gibt es auch bei uns Ballönlern Unglücke, wenn auch in einer viel kleineren Zahl als bei anderen Sparten.

Ich möchte euch einfach drei lesenswerte Links zeigen:

20minuten

SBAV
Vorbericht des BFU

Sobald der Schlussbericht draussen ist (wird erst nächstes Jahr sein) werde ich dazu noch einen Post verfassen um euch alles zu erklären, aber ich will hier nicht spekulieren.

Ich wünsche den Verletzten gute Genesung und wünsche ihnen wie auch euch schöne Festtage!

Sonntag, 23. November 2008

Fotos

Soo, damit hier nicht immer alles nur aus Text besteht, möchte ich euch einige Fotos zeigen. Es sind random shots, also Fotos ohne bestimmten Zusammenhang, allerdings sind alle von Fahrten auf denen ich selber dabei war.
Die Fotos wurden von meinem bisherigen Piloten und zukünftigen Fahrlehrer gemacht, Walter Vogel.

Die Bilder gibt es hier: http://www.balloon.ch.vu/random

Viel Spass und vielen Dank an den Fotografen für die Erlaubnis!

Sonntag, 16. November 2008

Warum heisst es Ballon fahren und nicht das-was-Flugzeuge-tun?

Immer, wenn jemand in meiner Umgebung den Ausdruck "Ballon das-was-Flugzeuge-tun" bringt, reagieren wir Ballonfanatiker meist gereizt. Und trotzdem begreifen viele nicht, wieso. Ich möchte also einen kurzen Beitrag zu diesem Thema schreiben, und hoffe von euch Lesern diesen Ausdruck niemehr zu hören!

Ich und viele Andere wurden getauft und haben dabei geschworen nur noch "Ballon fahren" zu sagen. Ihr werdet von mir deshalb auch NIE etwas anderes hören!

Es gibt mehrere Gründe:

1. Der Ballon ist ein Aerostate. Im Gegensatz zum Flugzeug und Helikopter, welche die Aerodynamik zum Fliegen nutzen, kommt der Ballon mithilfe der Aerostatik in die Luft. Physiker sagen, "was leichter ist als Luft, fährt".

2. Die Erfinder des Ballons, die Gebrüder Montgolfière, erzählten nach ihrer allerersten Fahrt 1783, dass sie in das Luftmeer entschwebten. Da Seefahrer im (Wasser)Meer fahren, fahren Ballone im Luftmeer.

3. Und dann, wenn Fahren bei Ballonen wirklich speziell wäre, wieso heisst es dann "Luftfahrt"?

4. Und vorallem, wer einmal selbst eine Fahrt miterleben durfte, wird es wissen. Ballon fahren hat nichts mit der hektischen Fliegerei zu tun, sondern es ist ein ruhiges, sanftes dahingleiten, ein Fahren eben.

Donnerstag, 13. November 2008

Die theoretische Ausbildung

So, damit hier wieder einmal etwas geschieht, möchte ich euch erklären, was, wie und wann da genau abgeht.

Zeitlich wird das Ganze zwischen Januar und Juni 09 sich abspielen. Die Prüfung wird voraussichtlich am 13.6.09 stattfinden. Einen genauen Terminplan gibt es
hier.

Nun, was gehört denn zu der theoretischen Ausbildung? Wir werden folgende Fächer haben:

10 Luftrecht
20 Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis
30 Flugleistung und Flugplanung
40 Menschliches Leistungsvermögen
50 Meteorologie
60 Navigation
70 Betriebsverfahren
80 Grundlagen des Fluges


Wir werden in 20 Einheiten (10 Tage mit je 2 Themen) unterrichtet. Schwer zu glauben, dass man in so kurzer Zeit so viel lernen kann, wenn ich doch schon etwa 1800 Tage in die Schule gehe.

Ich frage mich als Schüler, wie es wohl sein wird, wenn man einmal etwas lernt, das einen wirklich interessiert. Ich freue mich darauf!

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Wie alles begann

Hallo liebe Leser!

Ich möchte diesen ersten Eintrag dafür nutzen, mich einmal vorzustellen, insbesondere wie ich zum Ballonfahren kam und zu erklären was ich mit diesem Blog überhaupt möchte.

Ich heisse Gian-Marco, bin 17 Jahre alt und bin im 5. von 6 Jahren Gymnasium. Nebenher, als Maturaarbeit (Matura ist das gleiche wie Abitur), bin ich als Geschäftsleiter der bagbracket company tätig.

Die Fliegerei war schon immer die eine Faszination von mir, geerbt habe ich sie von meinem Vater. Er war Segelflugpilot und Arzt bei der schweizerischen Rettungsflugwacht.
Aber Heissluftballone sind schon etwas Anderes. Wie komme ich also dazu? Nun, es war die Familie meiner Freundin die mich infiziert hat. Im Herbst 06, während der Ballonwoche in Flims, war ich auf meiner ersten Fahrt dabei, der Vater der Freundin war Pilot. Natürlich wurde ich auch getauft, und zwar auf den Namen "Kronprinz Gian-Marco windreitender Dächerschleicher von Flims bis Flims".
Alle 6 Fahrten die ich vom Korb aus erleben durfte waren grossartig. Das Schweben in der Luft ist unbeschreiblich. Ein Gefühl der Freiheit.

Meine Freundin, gleich alt wie ich, und ihre Schwester, 2 Jahre älter und im Studium möchten in die Fussstapfen ihres Vaters treten und auch Pilotinnen werden. Es kam also die Idee auf, eine junge Balloncrew zu gründen, die zusammen einen Ballon besitzt. Finanziert wird das Hobby indem Passagierfahrten durchgeführt werden, jemand aus der Crew fährt nach.
Für ihr Vorhaben trifft es sich für sie relativ gut dass ihr Vater auch Fahrlehrer ist. Und da so eine Crew aus mehr als zwei Personen bestehen sollte, trifft es sich für mich relativ gut dass sie meine Freundin ist ;). Ich bekam also das Angebot, wenn ich die Theorie und die VFR-Voice mache, hätte ich die Fahrstunden geschenkt. So ein Angebot darf man sich natürlich nicht entgehen lassen. Ich will also im Januar mit der theoretischen Ausbildung anfangen.

Ich möchte also in diesem Blog über die theoretischen Tage berichten, aber vorallem meine Fahrten dokumentieren. Fragen werde ich natürlich gerne beantworten und hoffe ihr lest hier gerne mit!